Heißt es deutsch nun korrekt Kampaigning oder Campaigning? Eine Kurzanalyse

(sel) 17.10.2019. Kaum war diese kleine Internetseite im engsten Kreis als unfertige Beta-Version online, kamen sofort gut gemeinte und durchaus qualifizierte Hinweise darauf, dass man Kampaigning doch nun mit „C“ schreibe, analog zum englischen campaign (siehe dazu auch Definition auf der Startseite). Beides, „C“ wie „K“, ist richtig. Kampaigner/in oder Kampaigning leitet sich gleichermaßen aus dem deutschen (urspr. franz.) Begriff Kampagne und dem englischen Wort campaign ab. Die meisten einschlägigen modernen aktivistischen NGOs und Initiativen auch in Deutschland (von Campact bis hin zum deutschen Ableger von Extinction Rebellion) verwenden heute allerdings das ja auch international viel kompatiblere Campaigning. Schließlich treffen sie sich auch bisweilen in Camps und nicht etwa in der Kampa oder gar auf dem oder im Kamp. Das, obwohl viele K/Campaigning-Profis ja sogar Kampajobs suchen - und finden. Dieses kleine Angebot orientiert sich sprachlich ein wenig traditionell, an den Großen von früher. Es war eine der ersten großen internationalen NGOs mit einer starken und finanzkräftigen deutschen Sektion, die Kampaigning (oder Campaigning) hierzulande in den 70er und 80er Jahren überhaupt erst bekannt und populär gemacht hat: Greenpeace. Als Greenpeace Deutschland damals mit groß angelegten neuartigen Kampagnen unter dem Zeichen des Regenbogens innerhalb der bundesdeutschen Zivilgesellschaft darum warb, Menschen in winzigen Schlauchbooten lossenden zu dürfen, um die Robben und die Wale und vieles andere zu retten, nannten sie die Koordination, Präsentation und PR dieser Aktionen: Kampaigning. Greenpeace, obwohl ja international breit aufgestellt, verwendet diese Begrifflichkeit innerhalb seiner deutschen Sektion bis heute (s. im pdf "Gruppe 15-17").

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